Bisher arbeiten nur 23 Prozent der deutschen Schüler regelmäßig an einem Computer im Unterricht - im internationalen Vergleich bedeutet das den letzten Platz. Gerade einmal 13 Prozent verdanken ihre Computerkenntnisse der Schule (OECD-Durchschnitt 26 Prozent). Daher ist es dringend geboten, die Lehrmethoden sowie die Fortbildung der Pädagogen zu modernisieren - »Die besten Lehrkräfte für Deutschlands Schulen der Zukunft!« ist ein entscheidender Schritt hierzu. Wenn Lehrerinnen und Lehrer entsprechend qualifiziert sind, steigen die Lernerfolge der Schüler deutlich. Untersuchungen der OECD belegen, dass Schüler, die im Unterricht regelmäßig und reflektiert den Computer nutzen, schneller und nachhaltiger lernen.
Im Zentrum der insgesamt drei Fortbildungs-Angebote des Projekts steht der multimediale Unterricht im Kontext des »Mitmach-Webs« oder »Web 2.0«. Ebenso werden hiermit zusammenhängende Aspekte wie eine neue Lehrerrolle und eine stärkere Selbstbestimmung der Schüler beim Lernen thematisiert. Während der Pilotphase 2008 befindet sich zusätzlich das Tandem »Junglehrkraft / Schulleitung« im Mittelpunkt der Weiterbildung, um generationsübergreifend aktuelle Themen wie "Eigenverantwortliche Schule" und modernes Schulmanagement im Hinblick auf neue Medien zu behandeln.
Unterstützt wird »Die besten Lehrkräfte für Deutschlands Schulen der Zukunft!« maßgeblich von den D21-Mitgliedern Intel und Oracle sowie den Bundesländern Berlin, Brandenburg, Hessen und Sachsen. Weitere Partner sind Fujitsu Siemens Computers, O
2, Air Berlin sowie Zeitverlag Gerd Bucerius, Bildungsklick.de, bildung+ und TeachersNews.net auf Seiten der Medien.
Für die Umsetzung dieses Projektkonzeptes bedarf es kompetenter Lehrkräfte /
Medienpädagogen, die die Schüler als »Medien-Koordinatoren« und
»Pädagogische Berater« begleiten, kompetenzorientierte Lernprozesse anstoßen
und sie dazu befähigen, informelle Lernmöglichkeiten zu nutzen und damit ihr
Lernen selbst zu organisieren.
Das neue D21-Projekt ist deshalb als Exzellenzprojekt konzipiert, in dessen
Rahmen innovative Formen des Lernens initiiert werden und gemeinsam mit den
Teilnehmern schulnahe Konzepte für zentrale Kompetenzthemen entstehen sollen.
Im Fokus steht eine digitale Lernkultur zu entwickeln, den schülerzentrierten
Unterricht zu stärken und auf diese Weise das Erreichen fachspezifischer
Lernziele zu unterstützen. Lehrerinnen und Lehrer, die diese neue Lehrerrollen
mit entsprechenden Kompetenzen »verkörpern«, werden in den nächsten Jahren
in großer Zahl gebraucht; sie müssen über Fähigkeiten verfügen, kreativ mit
Informationen und Wissen umgehen zu können.
Im Rahmen der Teamaufgaben in den Lehrercamps werden regionale Roadmaps für
Kompetenzbereiche entworfen, die methodisch-didaktische Konzepte zur
Integration des Webs 2.0 in den Unterricht vorstellen. Bereits bestehende Online
Kommunikationsplattformen wie auch SCHOLA-21 bieten hier die geeignete Arbeitsfläche.
Informationen zu SCHOLA-21 unter
> www.schola-21.de oder auf dieser Website:
> Details zu SCHOLA-21