Sieben Quadratmeter Komfort
Um auf die angespannte Wohnsituation von Studenten zu reagieren, entstand O2 Village, ein in Europa einmaliges Wohnprojekt. Es ist eine Mikrosiedlung mit sieben mobilen Kleinwohnungen auf dem Gelände des Studentenwerks in der Studentenstadt Freimann. Die so genannten »micro compact homes« bieten auf engstem Raum alles, was man zum Wohnen und Arbeiten braucht: vom 1,20 Meter breiten Bett über den Kühlschrank mit Tiefkühlfach bis zum PC - und dies zu einem bezahlbaren Preis.
Nicht nur den Studenten gefällt das Wohnprojekt: Das O2 Village war 2007 ein ausgewählter Ort der Standortinitiative »Deutschland - Land der Ideen«, die unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler steht. Im selben Jahr hat O2 Village den BDA Preis Bayern des Bundes deutscher Architekten in der Kategorie Wohnungsbau gewonnen. Der Entwurf, dem ein am Lehrstuhl für Gebäudelehre und Produktentwicklung der TU München erarbeitetes Konzept zugrunde liegt, stammt von den Architekturbüros Haack + Höpfner. Architekten, München und Horden Cherry Lee Architects, London. Bei der Verleihung der renommierten Auszeichnung in der Fachhochschule München lobte die Jury vor allem die gelungene Verbindung aus Design und Praxistauglichkeit.
»Der BDA Preis würdigt in besonderem Maße Projekte, die sich den Herausforderungen unserer Zeit erfolgreich gestellt haben und wesentlich zur Baukultur in unserem Land beigetragen haben«, sagte Karlheinz Beer, der Landesvorsitzende des BDA.
Urteil der Jury: »Das Microcompacthome ist ein charmantes Equipment mit intelligenter Logistik. Die Microteilchen des Wohnfeldes greifen synchron ineinander und weisen trotz der Kleinheit eine gewisse Geräumigkeit auf. Die einzelnen Boxen wirken weder provisorisch noch überinstrumentiert und vermitteln eine unerwartete Praxistauglichkeit.«
O2 Village |
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